„Blick von einer Anhöhe auf eine Stadt (Kalksteinbruch bei Erkrath)“ lautet die Bezeichnung auf der Rückseite eines Gemäldes von Leonhard Rausch (Abb. 1), die aber mit Sicherheit nicht vom Maler stammt. Der Leiter des Museums Zitadelle Jülich, Marcell Perse, fragte an bei bei Hanna Eggerath in Erkrath, der Expertin für Bilder des vorindustriellen Düsseltals: Handelt es sich bei diesem Bild um eine reale Landschaftsdarstellung?
Hanna Eggerath gab die Frage weiter an den Autor dieses Beitrags. Ergänzend fügte sie ein Foto der Kirchen in Erkrath bei – aus vergleichbarem Blickwinkel, aber aus geringerer Entfernung und von einem tiefer gelegenen Standpunkt aus (Abb. 2).
Betrachtung des Gemäldes von Leonhard Rausch mit seinen Teilmotiven unter räumlichen Gesichtspunkten
Die – offenbar nachträglich – auf der Bild-Rückseite vorgenommene Verortung des zentralen Gemälde-Motivs in Erkrath bietet sich an und ist überzeugend. Die beiden über eine Talung hinweg gesehenen Kirchen vor einem dahinter gelegenen nächsten Höhenzug entsprechen in Grundzügen den realen Verhältnissen im dortigen Düsseltal bei südlicher Blickrichtung. Allerdings wurden die im Gelände vorgefundenen Gegebenheiten im Sinne einer überhöhten Gesamtkomposition modifiziert, und es wurden zusätzliche, benachbart aufgenommene Motive in das gezeigte Panorama bei Erkrath hineingebaut.

Abb. 3: Ausschnitt der Preußischen Uraufnahme der TK 25 (Blatt 4707 Mettmann) von 1844. Sein Haupt-Panorama skizzierte Rausch von einem Standort aus, der auf der Kuppe etwas südlich vom Weg „Gans“ und nord-nordwestlich des Guts Heide liegt. Mit roten Kreisen markiert sind dieser Standort sowie die beiden gezeigten, in Erkrath gelegenen Kirchtürme. Die linke rote Linie bezeichnet etwa die Bildmitte, die rechte Blickachse tangiert den Turm der Kirche St. Johannes der Täufer. (TIM-online)
Die Grundsituation
Auf der Karte von 1844 (Abb. 3) sind die beiden Kirchtürme in Erkrath markiert. Die eingezeichneten roten Linien laufen als Sichtachsen am Standort des Malers bei Heide etwas südlich vom Weg „Gans“ am Steinmühlenberg zusammen; die linke Linie verläuft etwa im Bildzentrum, die rechte Linie geht knapp westlich an Häusern von Heide und am Turm der katholischen Kirche St. Johannes der Täufer vorbei.
Von fotografischer Genauigkeit der Gebäude und Landschaftsbestandteile ist – bei aller strukturellen Erfassung der Grundsituation – keinesfalls auszugehen. So weist z. B. die katholische Kirche in den 1850er Jahren noch keine Nebentürme auf, wie das Bild von Werner Holmberg von 1854 belegt (Abb. 4). Ein Ausbau der Kirche erfolgte erst in den Jahren 1901/02. Der seit dem 18. Jahrhundert mit barocken Schwüngen versehene hohe Turmhelm wird durch Rausch im Bild im Grundsatz richtig dargestellt, allerdings kürzt er die Spitze ein.

Abb. 4: Werner Holmberg: Die Erkrather Kirche von Südwesten (1854) https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f5/Werner_Holmberg_-_Erkrath_Church%2C_study_-_A_I_471-58_-_Finnish_National_Gallery.jpg
Der Bildvordergrund
Die runde Kuppe der Höhe bei Heide ist im 19. Jahrhundert geprägt von Ackerland, die Häuser dort sind von Gärten und Obstwiesen umgeben (siehe Abb. 3). Leonhard Rausch hat aber zur Belebung und Dramatisierung der Szenerie bestimmte Elemente der Umgebung zu seinem Standort quasi „hinzugezogen“ und in seinen Panorama-Blickwinkel hineinkonstruiert.
Der Steinbruch rechts
Im Bild von Rausch erhebt sich rechts die Wand eines Steinbruchs, die zusammen mit einer dahinter und darüber stehenden Bewaldung die hinten gelegene Kirchenlandschaft auf einer Seite einrahmt. In der Realität jedoch fällt die Geländekuppe am gewählten Standort nach Westen (rechts) ab, und im Untergrund stehen bei der Maler-Position für das Haupt-Panorama schwach verfestigte oligozäne Sande an (diese wurden später in einer etwas weiter westlich gelegenen Formsandgrube abgebaut, die inzwischen verfüllt wurde, siehe den Höhenpunkt 99,6 m in Abb. 8).

Abb. 5: Bruchstein-Scheune im südlichen Steinkaul oberhalb des Hangs zum Düsseltal: Der ältere Teil links besteht überwiegend aus Kalkstein, die Erweiterung rechts weist durchgehend Flinzschiefer-Mauerwerk auf. Der Einschub vor dem Tor zeigt ein Detail vom Turm der Kirche St. Johannes der Täufer in Erkrath (Nordseite), nämlich Flinzschiefer-Mauerwerk mit frischem Ausbruch. (Fotos Wilfried Sauter, 17.11.2025)
Dieses Steinbruch-Motiv stammt nach der Einschätzung von Wolfgang Wasser (Frankfurt), dem besten Kenner des vorindustriellen Neandertals, sehr wahrscheinlich von einem etwas weiter östlich gelegenen Bruch im oberen Hangbereich des Düsseltals. Dieser Bruch westlich von Steinkaul (siehe den Punkt „S“ in Abb. 10) zeigt sich bereits in der Karte von 1844 (siehe Abb. 11) und ist wohl sehr alt, da er sogar namengebend für den benachbarten Weiler war (Steinkaul>Steinkuhle>Steinbruch).
Die Geologische Karte (GK 25 Nr. 4707 Mettmann von 1932) weist für diesen Bereich dunkle oberdevonische Flinzschiefer mit gelegentlichen Kalkbänken aus. Dieser Flinzschiefer wurde als Baumaterial verwendet und verwittert bräunlich. Beides zeigt Abb. 5, und der dortige Einschub mit einem Bild vom alten, auch in starkem Maße aus Flinzschiefer errichteten Erkrather Kirchturm demonstriert mit seinem frischen Ausbruch dessen unverwitterte blaugraue Farbe. Das Farbspektrum, das der von Rausch gezeigte Steinbruch – unterhalb der Bodenbildung – aufweist, passt durchaus zu einem sonnenbeschienenen Flinzschiefer-Bruch (wobei die von Rausch gemalte Bruchwand allerdings nach Norden liegen würde).
Der Tümpel vorn und die beschattete Schurf-Senke unterhalb des Steinbruchs
Etwa auf der Höhe der vorderen Häusergruppe enthält das Bild von Rausch unterhalb des Steinbruchs eine begrünte, im Baumschatten gelegene Bodenwelle. An deren gradlinige Begrenzung stößt von links her – noch im Schatten – ein Schurf, als sei dort auf der Suche nach brauchbarem Steinmaterial die verwitterte Bodenschicht zur Seite geräumt worden. Das Areal links davon ist mit Steinblöcken und -haufen belegt. Ganz vorn im Bild liegt ein kleiner Tümpel.
Die Neuaufnahme der TK 25 von 1894 (mit unterlegter Schummerung) zeigt südlich von Steinkaul die möglichen Vorbild-Elemente für Rausch: Im Hang liegt ein rundes Kleingewässer, das offensichtlich aus einem kaum größeren Flinzschiefer-Bruch hervorgegangen ist (siehe Abb. 6 sowie „T“ in Abb. 9 und 10). Auf der Karte von 1844 sind hiervon noch keine Spuren zu entdecken (vgl. Abb. 11). Tümpel und Schurf-Senke bei Rausch könnten als Bildelemente in diesem Wiesenareal südlich von Steinkaul gewonnen worden sein, wo im oberen Hang die Steilheit des Düsseltals abnimmt. Ein Vergleich zwischen der Realsituation (Abb. 6) und dem vorderen Mittelgrund rechts bei Rausch lässt diesen Schluss zu.

Abb. 6: Südlich Steinkaul, Blick über ein Wiesengelände oberhalb der 1879 eröffneten Bahn nach Süden. Rechts im (jüngeren) Gehölz entstand ein Gewässer in einem kleinen ehemaligen Steinbruch („Br.“ auf der Nebenkarte). Der genordete Ausschnitt aus der Grundkarte zeigt die Foto-Blickrichtung mit rotem Pfeil. Höhenlinien und Schummerung deuten eine dem Gefälle folgende kleine Geländestufe an, die bei einem Schurf auf der Suche nach brauchbarem Gestein entstanden ist; sie endet westlich des mit Wasser gefüllten Kleinsteinbruchs. Der Messpunkt liegt an der Scheune aus Abb. 5. (Foto Wilfried Sauter, 17.11.2025, Nebenkarten-Grundlage: TIM-online)
Die Kalkofen-Ruine
Im linken Vordergrund des Rausch-Bildes erinnert eine Bruchstein-Ruine mit bogenförmig überwölbtem Einlass an Kalköfen, wie sie vielerorts an den Kalksteinbrüchen im Düsseltal zu finden waren. Ganz ähnlich zeigt sich ein verfallener Ofen bei Sophus Jacobsen, nämlich der – etwas später wieder aufgebaute – Hatzfeld’sche Kalkofen an der Braumüller‘schen Düsselbrücke zwei Kilometer oberhalb von Erkrath (siehe Abb. 7). Die Ruine bei Rausch ist durch eine vorgebaute Überdachung zum Lagerplatz hergerichtet. Dieses Bildelement gehört nicht in die reale Landschaft bei Heide auf der Höhe, da hier kein Kalkstein ansteht und weil die älteren Kalköfen zur Erleichterung der Betriebsstoff-Transporte immer unten in den Tälern errichtet wurden.

Abb. 7: Die sogenannte Braumüller‘sche Brücke über die Düssel mit dem ruinösen Hatzfeld-Kalkofen (links), von Nord-Nordosten aus gesehen. Diese wohl auf das Jahr 1854 zu datierende Zeichnung von Sophus Jacobsen findet sich in Hanna Eggerath: Das Gesteins, BGV 2012, S. 155, Abb. 134 (Künstlerverein Malkasten Düsseldorf, Inv.-Nr. Z-J 12-5953).
Der jenseitige, südliche Höhenzug
Die recht weit hinten liegende alte Erkrather Kirche dominiert durch ihre herausgehobene Stellung und ihre burgartige Erscheinung das Bild. Die oben bereits benannte Verkürzung des Turmhelms verstärkt den Eindruck einer Kirchen-Festung ebenso wie die zusätzlichen Türme. Dieses dominante Bauwerk vermittelt quasi zwischen Himmel und Erde. Um diesen Eindruck zu unterstreichen, wurde der Bildbereich hinten mit der Kirche erhöht. Andererseits erfolgte für die – in ihrem horizontalen Verlauf durchaus realitätsorientierte –Kammlinie des jenseitigen Höhenrückens eine deutliche Gesamt-Absenkung.

Abb. 8: Diese moderne Karte nimmt die roten Signaturen der Abb. 3 auf. Zusätzlich liegt auf der bis auf den südlichen Höhenzug verlängerten rechten Linie das eingefügte Höhenprofil. (TIM-online)
Das moderne Höhenprofil in Abb. 8 zeigt, dass der Standort des Künstlers am Steinmühlenberg bei Heide in etwa 107 Metern Höhe liegt; der gegenüberliegende Höhenzug reicht ungefähr gleich hoch. Die Kirche St. Johannes der Täufer in Erkrath steht auf etwa 63 Metern Höhe. In der Realität der beschriebenen Sichtverbindungen erreicht der hohe Turmhelm mit seiner äußersten Spitze gerade eben die Höhe der südlich gegenüberliegenden Geländeoberfläche, und sie bleibt unterhalb der Kulissen des Waldes, der auf den dortigen Kuppen verbreitet war und ist. Zwar hat, wie gezeigt, Rausch den Turmhelm gegenüber der realen Höhe sogar gekürzt, aber bei ihm erhebt sich das Gebäude oberhalb der Dachtraufe des Hauptschiffs mit seinem Hauptturm und den beiden hinzukomponierten Nebentürmen bis über den Horizont und in den Himmel hinein.
Schluss – mit einer Hypothese zur Entstehung des Bildes
Leonhard Rausch nahm in sein 1856 entstandenes Gemälde reale Ansichten von Erkrath und aus dessen Umfeld auf und arrangierte und modifizierte sie zu einem idealisierenden Bild. Die wesentlichen Elemente des Gesamtbilds sind in Abb. 9 bezeichnet und in Abb. 10 ihren denkbaren Ursprüngen zugeordnet.
Dass die Elemente des Gesamtbilds aus unterschiedlichen Motiven zusammengefügt wurden, legt bereits die uneinheitliche Lichtführung innerhalb des Bildes nahe. Tendenziell dominiert eine frühe Nachmittagssonne aus Südwesten, und entsprechend liegen die grünen Polster vor der Steinbruch-Wand im Schatten. Diese Wand selbst jedoch zeigt sich nach links hin zunehmend im Licht, das – auch für die Bäume darüber – hochsommerlich aus West-Nordwesten strahlen müsste. Auf einen ähnlichen spätabendlichen Sonnenstand verweist auch die Richtung der Schatten der Vordach-Ständer an der Kalkofen-Ruine, wobei unter realen Bedingungen die bewaldete Kuppe rechts die tief stehende späte Abendsonne gegenüber dieser Stelle abschirmen würde. Auch passt das Licht des Wolken-Himmels nicht zu einer Abendstimmung.

Abb. 9: Bezeichnung von Elementen, aus denen sich das Bild von Leonhard Rausch von 1856 zusammensetzt. Die roten Kürzel markieren in Abb. 10 die wahrscheinlichen Aufnahmeorte der in das Bild aufgenommenen Motive.
Die Stelle, an der der Maler das Grund-Panorama aufgenommen hat, ist eindeutig („M“ in Abb. 9 und 10) [Diesen Standort nutzte übrigens auch Caspar Scheuren einige Jahre früher für eines seiner „Kompositions-Aquarelle“, siehe https://zeitplusraum.de/caspar-scheuren-gestein-bildanalyse/ ].
Die Verwendung einer Skizze des Hatzfeld‘schen Kalkofens („K“ in Abb. 9 und 10) durch Rausch erscheint angesichts der Ähnlichkeit mit Jacobsens Zeichnung (siehe Abb. 7) sehr wahrscheinlich. Auch für die Aufnahme des Steinbruchs westlich Steinkaul („S“ in Abb. 9 und 10) durch Rausch gibt es gute Argumente, und die Verortung von Tümpel und Schurf („T“ in Abb. 9 und 10 sowie Abb. 6) passt ins Bild.

Abb. 10: Mögliche Aufnahmeorte der Bildmotive (vgl. Abb. 9) und denkbare Blickrichtungen dabei. Zugrunde liegt die Neuaufnahme der Topographischen Karte (TK 25, Blatt 4707 Mettmann) von 1894.

Abb. 11: Hier der in Abb. 10 gezeigte Kartenausschnitt in der Uraufnahme der Topographischen Karte von 1844 (TK 25, Blatt 4707 Mettmann). Die Lage der in Abb. 10 herausgehobenen Punkte ist durch kleine rote Kreise angedeutet.
Die Düsseldorfer Maler suchten ihre Motive gern im „Gestein(s)“ genannten Neandertal, dessen wildromantische Schlucht dann dem Kalkabbau zum Opfer fiel. Schon in einem Ölbild von 1852 verband Leonhard Rausch die Landschaft des Gesteins, die imposanten Kalkfelsen der Düssel-Klamm, mit einer zentral hineinkomponierten, niemals dort stehenden Kapelle (Abb. 12). Die Bedeutung von Landschaft und Religion für den Maler sind offensichtlich.

Abb. 12: Leonhard Rausch (1852): Neandertal-Blick (Ausschnitt). Fotoarchiv Museum Zitadelle Jülich – Landschaftsgalerie
Daraus ergibt sich die folgende Hypothese zur Entstehung des Bilds von Leonhard Rausch von 1856:
Für die Fahrt ins Gestein gab es seit den frühen 1840er Jahren die Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn. Aus dem Waggon-Fenster war die Erkrather Kirche Sankt Johannes der Täufer mit ihrem mächtigen Turm gut zu sehen. Wenn Rausch nun versuchen wollte, diese Kirche in einem Bild mit der Landschaft des Gesteins zu verbinden, musste er die Suche nach einem geeigneten Panoramablick realistischerweise an dessen Westende beginnen.
Der entsprechende Weg führte vom Bahnhof Hochdahl über den Hochdahler Hof hinab ins Düsseltal zum Hatzfeld’schen Kalkofen („K“ in Abb. 10). Von dort ging es weiter über die Brücke (Abb. 7) und den Hang auf der Nordseite hinauf nach Steinkaul (vgl. Abb. 11, die Hintergründe dieser Wegeführung sind im Anhang erläutert). Vom oberen Hang bei Steinkaul („T“ in Abb. 10) ergibt sich ein schöner Blick in das geweitete untere Düsseltal, von der Kirche St. Johannes der Täufer sieht man von dort aus allerdings nur die Turmspitze. Eine gute Sicht über die Talung bei Erkrath hatte man auch auf der Höhe des diskutierten Steinbruchs („S“ in Abb. 10) von dem Hang aus, der westlich der dort sichtbaren alten Straße nach Mettmann liegt (diese bemerkenswerte Aussicht kenne ich noch aus eigener Anschauung, heute versperren dort Fichten den Blick). Die offenbar von Rausch gesuchte freie Sicht auf die imposante Erkrather Kirche Sankt Johannes der Täufer ergab sich aber erst weiter westlich bei Heide („M“ in Abb. 10). Allerdings wurden unterwegs gefundene Motive von ihm im Bild mit verwendet.
Das Kompositions-Gemälde mit dem Panorama-Blick auf Erkrath von Leonhard Rausch aus dem Jahr 1856 folgt – bei aller Erfassung realer Elemente – stärker den Empfindungen des Malers und seiner daraus entwickelten Botschaft als dem nüchternen Registrieren von Eindrücken. So enthält das Bild Motive der Romantik, eine Betonung des Sakralen und recht deutlich die Botschaft: „Bete und arbeite!“ Es verbindet Elemente der naturalistischen und der impressionistischen Malerei.
Wilfried Sauter, im Februar 2026
Quellen und Materialien
Soweit Materialien direkt verwendet wurden, finden sich die Quellenangaben unmittelbar in der Ausarbeitung.
Hanna Eggerath: Im Gesteins: das ursprüngliche Neandertal in Bildern des 19. Jahrhunderts. 2. erg. und überarb. Aufl. Solingen: Eigenverl. Bergischer Geschichtsverein, 2012.
Im Jahr 2025 brachte der Bergische Geschichtsverein Erkrath einen Ergänzungsband heraus:
Hanna Eggerath: Im Gesteins: das ursprüngliche Neandertal in Bildern des 19. Jahrhunderts. Die nach dem Jahr 2012 entdeckten Bilder. Auf dem Einband und auf S. 47 ist das erwähnte Gemälde des Gesteins von Leonhard Rausch von 1852 abgebildet, auf S. 55 findet sich zusätzlich ein vergrößerter Ausschnitt daraus mit der Kapelle vor der Felsenschlucht.
Zum Weg zwischen Kalkofen und Steinkaul
Von 26. September 1825 an erschien in der Düsseldorfer Zeitung mehrfach diese Anzeige:

Anzeige für den Kauf von Kalk aus dem Hatzfelder Kalkofen https://digital.ulb.hhu.de/ulbdzd/periodical/search/9071416?query=Steinkaul&offset=1 Zugriff 13.02.2026
Hintergrund ist die (für den Investor zunächst unerwartete) Tatsache, dass der Kalk des neuerbauten, südlich der Düssel gelegenen Hatzfeld’schen Ofens („K“ in Abb. 10) nicht nach Süden hin auf dem Weg am Hochdahler Hof vorbei abtransportiert werden konnte. Dieser erwies sich nämlich als privat, und der Hof- und Wegbesitzer ließ selbst Kalk brennen, deshalb verweigerte er der Konkurrenz die Passage. Ein Weg durch das Düsseltal existierte noch nicht.
Für den Hatzfeld’schen Kalk musste daher mit großem Aufwand eine Brücke über die Düssel (Abb. 7) gebaut und ein Weg durch den Hang hoch nach Steinkaul angelegt werden (vgl. Abb. 11). Dort gab es Anschluss an den öffentlichen Weg von Erkrath nach Mettmann.



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